
Der Künstler Erich Schickling
„Mir ist wichtig, den geheimen Sinn, der in uns angelegt ist, durch die Malerei zu erhellen.
Unmittelbar ist immer wieder das Glas das Medium, welches mich fasziniert, nicht Abbilder zu schaffen, sondern im Gleichnis des Transzendenten in mir und in allem innezuwerden.“
- 19.4.1924 geboren in Pickau im Ostsudetenland, heute Tschechien
- 1941/42 Studium für angewandte Kunst in Brünn
- 1942-45 Kriegsdienst
- 1946 Vertreibung aus der Heimat und Ansiedlung im Günztal zusammen mit seinen Eltern
- 1947-52 Studium an der Kunstakademie München, Meisterschüler bei Prof. Joseph Hillerbrand
- 1953 Paris-Stipendium und Jubiläumsstiftung der Stadt München
- 1955 Heirat mit seiner Frau Inge, die ihm seine drei Töchter Elisabeth, Veronika und Hedwig schenken wird
- 1956 Erster Preis beim Glasfensterwettbewerb für die Elisabeth-Kirche Marburg.
Dieser erste Wettbewerb zeigte Erich Schickling bereits den Weg an, den er mit der Gestaltung von Glasfenstern und Wandmalereien in kirchlichen und öffentlichen Räumen in Bayern und weit über Bayern hinaus beschreiten konnte.
Kleine Auswahl seiner wichtigsten öffentlichen Arbeiten:
- 1958 Saal a.d.Donau: "Pantokrator"-Keramikrelief, Glasrosette und Kreuzweg (Architekt Naumann)
- 1964 Pottenstetten (Oberpfalz): Altarkreuz, Kreuzweg, Ägidius (Architekt Spitzner) Grönenbach: Schulhaus-Giebel "Geschichtsbilderbogen"
- 1966 Memmingerberg: Altarkreuz St.Ambrosius
- 1967 Regensburg: Glasfenstergiebel St.Konrad
- 1973 Rio de Janeiro: Bonifatius-Wandbild
- 1976-80 Regensburg-Königswiesen St.Paul: Altarrückwand und Glasfenster
- 1977-81 St.Peter-Ording: Glasfenster und Altarwand in St.Ulrich
- 1980 Deggendorf Grabeskirche: Glasfenster
- 1983 Schweinfurt: Altarkreuz in Mosaik und Hinterglas für St-Peter-und-Paul
- 1984 Mindelheim: Eingangshalle der Berufsschule
- 1985 Diesenbach: Hinterglas-Kreuzweg (Architekt Alexander von Branka)
- 1987 Ottobeuren: Bruder-Klaus-Meditationsfenster in der Krypta der Basilika Regensburg: Franziskus-Glasfenster im Elisabethinum
- 1988-93 Pondorf/Donau: Glasfensterzyklus in der Dekanatskirche
- 1990 Mindelheim Kreiskrankenhaus: Wandbild "Herakles" in der Eingangshalle
- 1991-93 Neunburg v.Wald Dekanatskirche: Glasfenster
- 2001 Pondorf/Donau: Auferstehungsfenster in der Aussegnungshalle
Parallel zu den Auftragsarbeiten entstehen großformatige Hinterglasbilder und Bilder in anderen Techniken zu religiösen und mythologischen Themen, die inhaltlich mit den Glasfenstern in Beziehung stehen. Besondere Beachtung finden auch seine Landschaften. Gleichzeitig mit dem malerischen Werk entsteht im Günztal seine eigene Architektur von Ausstellungsräumen, Gewächshäusern, Hauskapelle, Turm und Parklandschaft. Der Ort wird immer mehr zum Anziehungspunkt für Künstlerkollegen, Musiker, Dichter und Freunden des Schönen und der religiösen Themen.
Öffentliche Wahrnehmung:
1981 Bayer. Fernsehen: Bildbetrachtung des Schöpfungsfensters München-Pullach zum Teilhard-de-Chardin-Gedenkjahr 1982 ZDF-Sendung mit Glasfenstern von St.-Peter-Ording
1990 ZDF-Porträt zum Gründonnerstag
1993 Verleihung Masaryk - Medaille durch die Masaryk-Akademie in Prag
1998
Gründung der Erich-Schickling-Stiftung in Eggisried nahe Ottobeuren, in
der heute seine
Hinterglasbilder, die Entwürfe der Kirchenfenster und öffentlichen Arbeiten sowie seine Architektur
der Öffentlichkeit zugänglich sind
2003 Verleihung der KAFKA-Medaille durch den „European Circle Franz Kafka Prag“
2005
Einweihung der Bronzeskulptur „Sonne-Symbol des Urlichtes“ durch den
Bayer. Staatsminister
für Wissenschaft, Kunst und Forschung Dr. Thomas
Goppel
2009 Bayern III Portrait zu Palmsonntag in der Sendung "Aus Schwaben und Altbayern"
Preis „PRO SUEBIA“ für sein künstlerisches Lebenswerk von der Dr. Eugen Liedl Stiftung