„Wächter, wie weit ist es in der Nacht?“ Vor diese Daseinsfrage gestellt gibt der Maler und Mystiker Erich Schickling in seinen Bildern Zeugnis von dem göttlichen Geheimnis, in welches wir hineingeboren sind. Dafür wach zu werden, dass vor aller sichtbaren Schöpfung das Licht ist , hat er der Architektur seiner Ausstellungsräume, quasi seinem ganzen Werk die Sonne vorangestellt, als Bronzeskulptur.

„Man kann den Besuchern der Erich-Schickling-Stiftung nur wünschen, dass sie im Blick auf das sichtbare Kunstwerk vom Gefühl des inneren Sonnenaufgangs ergriffen werden,“

so Eugen Biser, der große Botschafter im Dialog der Religionen, dessen Theologie der Auferstehung für Erich Schickling heute von großer Tragweite ist. Die prophetische Welt des Dichters Hölderlin, der Orpheus eines Rilke oder die homerischen Gesänge, das Studium der hebräischen Überlieferung, die Wortbezüge zur slawischen Sprache und vor allem die bildreichen Geschichten des Alten Testamentes, immer bezogen auf die Mitte des Evangeliums - dies und noch viel mehr sind die Quellen, aus denen die Bildwelt Erich Schicklings ausfließt, immer getragen vom tiefen Glauben und der allgegenwärtigen Meditation des Schöpfungsgeheimnisses.

Nächste Veranstaltungen
Die Erich-Schickling-Stiftung lädt im Mai zu zwei Veranstaltungen ein, die zum Haus in eigener Beziehung stehen: Am Samstag, den 8.Mai um 17 Uhr wird der Herausgeber Max Oberdorfer seinen neu erschienenen Bildband im Grünewald-Verlag zu "ROMANO GUARDINI-Zeugnisse eines grossen Lebens" vorstellen.
Letzte Verstanstaltung
ERICH SCHICKLING erhielt im November 2009 den Preis „PRO SUEBIA“ für sein künstlerisches Lebenswerk von der Dr. Eugen Liedl Stiftung. Die Feier zur Preisverleihung fand mit ca.80 geladenen Gästen in der Erich-Schickling-Stiftung statt. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Hans Frei, Augsburg.
Über Uns
Die Erich-Schickling-Stiftung im Günztal nahe Ottobeuren hat ihre Mitte in den Bildern und Glasfenstern des Künstlers Erich Schickling. Sie laden den Besucher, ob er zufällig als Günztalwanderer hierher gelangt ...